Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 23. Juni 2026

1. Anbieter und Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die Nutzung von Final Wording, einem Dienst der LunaONE GmbH, Mildred-Scheel-Bogen 64, 80804 München, Deutschland, E-Mail: service@finalwording.com (“Anbieter”).

Final Wording richtet sich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB ist nicht vorgesehen.

Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nur Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.

2. Leistungsgegenstand

Der Anbieter stellt Final Wording als Software-as-a-Service bereit. Der Dienst unterstützt Kunden beim Entwerfen, Bearbeiten, Kommentieren, Freigeben und Veröffentlichen professioneller Dokumente. Je nach gebuchtem Umfang können insbesondere ein gemeinsamer Workspace, Autoren- und Rechteverwaltung, Versionshistorie, Kommentare, strukturierte Freigaben, PDF-Erstellung, API-Funktionen und optionale KI-Unterstützung zur Verfügung stehen.

Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweils vereinbarten Angebot, der Leistungsbeschreibung auf der Website, der App oder einer individuellen Vereinbarung. Der Anbieter kann den Dienst weiterentwickeln, sofern hierdurch die vertragsgemäße Nutzung nicht wesentlich beeinträchtigt wird.

3. Vertragsschluss, Konto und Nutzer

Ein Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde ein Angebot des Anbieters annimmt, ein kostenpflichtiges Abonnement bucht oder der Anbieter den Zugang zum Dienst freischaltet.

Der Kunde ist für die Richtigkeit der bei Registrierung, Bestellung und Abrechnung angegebenen Daten verantwortlich. Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln. Der Kunde stellt sicher, dass nur berechtigte Nutzer auf den Dienst zugreifen und dass Nutzer die vertraglichen Pflichten einhalten.

Autorenplätze berechtigen Nutzer dazu, Dokumente zu erstellen, zu bearbeiten, freizugeben oder zu verwalten. Externe Betrachter und Kommentatoren können, soweit im gebuchten Tarif vorgesehen, ohne eigenen kostenpflichtigen Autorenplatz eingeladen werden.

4. Preise, Abrechnung und Zahlung

Die Vergütung richtet sich nach dem gebuchten Tarif, den auf der Website angegebenen Preisen oder einer individuellen Vereinbarung. Soweit nicht anders angegeben, verstehen sich alle Preise in Euro, netto, zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.

Das Abonnement wird monatlich berechnet, soweit keine andere Abrechnungsperiode vereinbart ist. Nutzungsabhängige Leistungen, insbesondere automatisierte Dokumentenerstellung, zusätzliche generierte Seiten und KI-Interaktionen, werden nach tatsächlicher Nutzung berechnet, soweit sie aktiviert sind.

Rechnungen sind mit Zugang fällig, sofern auf der Rechnung oder im Angebot kein anderes Zahlungsziel genannt ist. Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter nach vorheriger Ankündigung den Zugang zum Dienst vorübergehend sperren, wenn der Kunde trotz angemessener Frist nicht zahlt. Gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

5. Verfügbarkeit, Wartung und Änderungen

Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes. Eine bestimmte Verfügbarkeit ist nur geschuldet, wenn sie ausdrücklich vereinbart wurde.

Wartungsarbeiten, Sicherheitsupdates, technische Störungen, höhere Gewalt oder Ausfälle von Drittanbietern können die Verfügbarkeit vorübergehend einschränken. Der Anbieter wird planbare Wartungen nach Möglichkeit so durchführen, dass die Nutzung möglichst wenig beeinträchtigt wird.

6. Inhalte des Kunden und Nutzungsrechte

Der Kunde bleibt Inhaber seiner Dokumente, Vorlagen, Eingaben, Kommentare und sonstigen Inhalte. Der Anbieter erhält an diesen Inhalten nur die Rechte, die erforderlich sind, um den Dienst bereitzustellen, zu sichern, zu warten und vertragsgemäß zu unterstützen.

Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass seine Inhalte rechtmäßig sind und keine Rechte Dritter verletzen. Der Kunde darf den Dienst nicht für rechtswidrige, missbräuchliche oder sicherheitsgefährdende Zwecke nutzen.

7. KI-Funktionen

KI-Funktionen sind optional und müssen vom Kunden aktiviert oder genutzt werden. KI-Ausgaben können unvollständig, unzutreffend oder rechtlich, fachlich oder sprachlich ungeeignet sein. Sie ersetzen keine fachliche, rechtliche oder redaktionelle Prüfung.

Der Kunde ist dafür verantwortlich, Eingaben und Ausgaben vor Verwendung zu prüfen. Soweit der Kunde eigene API-Schlüssel oder eigene KI-Anbieter nutzt, gelten zusätzlich die Bedingungen und Datenschutzregelungen des jeweiligen Anbieters. Der Anbieter schuldet keinen bestimmten inhaltlichen Erfolg einer KI-Ausgabe.

8. Mitwirkungspflichten des Kunden

Der Kunde sorgt für eine geeignete technische Umgebung, sichere Passwörter, angemessene Rechtevergaben und regelmäßige interne Prüfung seiner Nutzerkonten. Der Kunde ist verpflichtet, erkennbare Sicherheitsvorfälle, Fehlfunktionen oder unberechtigte Zugriffe unverzüglich mitzuteilen.

Der Kunde darf Schutzmechanismen, Nutzungsgrenzen oder Abrechnungsmechanismen nicht umgehen und den Dienst nicht übermäßig belasten, reverse engineeren oder Dritten ohne Berechtigung zugänglich machen.

9. Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nach Maßgabe der Datenschutzerklärung. Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, sofern eine solche Verarbeitung stattfindet und gesetzlich erforderlich ist.

Der Kunde bleibt für die Rechtmäßigkeit der von ihm in den Dienst eingebrachten personenbezogenen Daten verantwortlich, insbesondere für Rechtsgrundlagen, Informationspflichten und Betroffenenrechte gegenüber seinen eigenen Nutzern, Beschäftigten, Kunden oder sonstigen Personen.

10. Geheimhaltung

Die Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich und verwenden sie nur zur Durchführung des Vertrags. Vertraulich sind insbesondere nicht öffentliche geschäftliche, technische, finanzielle und rechtliche Informationen sowie Inhalte und Dokumente des Kunden.

Diese Pflicht gilt nicht für Informationen, die öffentlich bekannt sind, rechtmäßig von Dritten erlangt wurden, unabhängig entwickelt wurden oder aufgrund gesetzlicher Pflichten offengelegt werden müssen.

11. Rechte bei Mängeln

Für entgeltliche Leistungen gelten die gesetzlichen Mängelrechte, soweit diese AGB nichts Abweichendes regeln. Der Anbieter wird gemeldete Mängel innerhalb angemessener Zeit untersuchen und, soweit ein Mangel vorliegt, beheben oder eine zumutbare Umgehung bereitstellen.

Unerhebliche Abweichungen, Störungen außerhalb des Verantwortungsbereichs des Anbieters oder Beeinträchtigungen durch unsachgemäße Nutzung begründen keine Mängelrechte.

12. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang ausdrücklich übernommener Garantien.

Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet der Anbieter nur auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters ausgeschlossen. Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeitenden und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

13. Laufzeit und Kündigung

Die Laufzeit richtet sich nach dem gebuchten Tarif oder der individuellen Vereinbarung. Soweit nichts anderes vereinbart ist, kann ein monatliches Abonnement mit Wirkung zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt werden.

Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn eine Partei schwerwiegend gegen vertragliche Pflichten verstößt und den Verstoß trotz angemessener Frist nicht abstellt.

Nach Vertragsende kann der Zugang zum Dienst enden. Der Kunde ist dafür verantwortlich, vor Vertragsende benötigte Inhalte zu exportieren, soweit Exportfunktionen bereitstehen. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten bleiben unberührt.

14. Referenznennung

Der Anbieter darf den Namen und das Logo des Kunden nur dann als Referenz verwenden, wenn der Kunde vorher zugestimmt hat oder dies individuell vereinbart wurde.

15. Streitbeilegung

Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Da sich Final Wording an Unternehmer richtet, sind verbraucherrechtliche Streitbeilegungsverfahren grundsätzlich nicht einschlägig.

16. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, München, Deutschland.

17. Schlussbestimmungen

Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform, soweit nicht gesetzlich eine strengere Form vorgeschrieben ist. Individualvereinbarungen gehen diesen AGB vor.

Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gelten die gesetzlichen Vorschriften.